Was studieren?

Mit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge hat das Studienangebot der deutschen Hochschulen stark zugenommen. Das macht die Auswahl des "richtigen" Studiengangs nicht unbedingt leichter. Wenn Ihre Interessen sich auf ein bestimmtes Fächerspektrum beschränken, ist es einfacher, aus der Fülle einen oder mehrere Studiengänge auszuwählen, für den oder die Sie sich bewerben. Wegen des allgegenwärtigen Numerus clausus kann es sinnvoll sein, sich nicht auf eine einzige Option festzulegen.

Fächerspektrum eingrenzen

Wenn Sie Mathematik mögen, kommt für Sie ein breites Fächerspektrum in Frage: das der MINT-Studiengänge (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Mögen Sie neben Mathematik auch Musik und spielen schon ein Instrument, müssen Sie entscheiden, ob Sie lieber im MINT-Spektrum oder im Bereich Musik nach einem Studiengang suchen wollen, der Sie zu Ihrem Wunschberuf führen kann. Lesen Sie gern oder mögen Sie Fremdsprachen? Dann sollten Sie sich das Spektrum der Philologien und anderer sprach-, text- oder buchbezogener Fächer genauer ansehen. Für den Fall, dass Sie vor allem mit Menschen arbeiten möchten, steht vom Lehramt über medizinische Studiengänge und Psychologie bis zur Sozialarbeit ebenfalls ein großes Fächerspektrum zur Wahl. Überlegen Sie, wo Ihre Stärken liegen und womit Sie sich gern immer wieder beschäftigen. Sprechen Sie darüber mit Ihren Eltern, Geschwistern oder Freunden und machen Sie den Studieninteressentest (siehe Ausgewählte Links). Dann beginnen Sie, einzelne Studiengänge in die engere Wahl zu ziehen.

Studiengänge auswählen

Ein Studiengang besteht entweder aus einem einzigen Fach (das verschiedene Studienrichtungen oder Schwerpunkte haben kann) oder aus mehreren Fächern, wobei Sie verschiedene Interessen kombinieren können. Welche Studiengänge mit oder ohne Kombinationsmöglichkeiten es an welchen öffentlichen Hochschulen der Region gibt, können Sie in unserer differenziert verschlagworteten Datenbank „Studiengangsuche“ (siehe Ausgewählte Links) recherchieren, wobei Ihnen die Erweiterte Suche wichtige zusätzliche Optionen bietet. Sämtliche grundständigen Studiengänge der Region finden Sie auch in der Broschüre „Studieren in Berlin und Brandenburg: Von der Schule in die Hochschule“, die jedes Jahr im Frühjahr erscheint (siehe rechts und Ausgewählte Links). Einige Länder und auch einzelne Hochschulen haben Selbsttests zur Studienorientierung auf ihre Webseiten gestellt.

Vor der Bewerbung

Mit einer Liste der Studiengänge, die für Sie in die engere Wahl kommen, und der Hochschulen, die Sie sich dafür ausgesucht haben, recherchieren Sie weiter: Auf den Webseiten jeder Hochschule erfahren Sie, welche genauen Inhalte und welche Studienrichtungen oder Schwerpunkte der jeweilige Studiengang hat, welche Lernziele und Leistungen vorgegeben sind, ob eine Fächerkombination möglich ist und ob Praktika, womöglich schon vor Studienbeginn, gefordert werden. Am genauesten steht das in der Studienordnung und der Prüfungsordnung jedes Studiengangs; oft finden sich darin sogar Modellstundenpläne. Wichtig ist auch die Frage, ob Sie an Ihr Bachelorstudium einen Masterstudiengang anschließen können. Darüber hinaus sollten Sie natürlich vor der Bewerbung (siehe auch "Bewerben fürs Studium") die Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen für den Studiengang kennen.

Fachwechsel vorbeugen

Ein Fachwechsel (eigentlich „Studiengangwechsel“) ist meist mit Schwierigkeiten verbunden: unsichere Zulassungschancen, Zeitverlust, womöglich Ortswechsel, vielleicht BAföG-Probleme. Dabei wäre das alles leicht zu vermeiden: Als Grund für ihre Entscheidung geben die meisten Fachwechsler nämlich an, sie hätten zu wenig über ihren Studiengang gewusst und seien nun enttäuscht. Die Betroffenen haben also nicht ausreichend recherchiert, was genau sie erwartet, und sich vielleicht einfach mit ihren Wunschvorstellungen begnügt, statt Fakten zu checken und/oder die Studienberatung der jeweiligen Hochschule aufzusuchen. Noch nie standen der Öffentlichkeit kostenlos und jederzeit so viele und so ausführliche Informationen zur Verfügung wie heute im Internet – Informationsdefizite dürfte es also eigentlich nicht mehr geben. Damit Sie nicht auch enttäuscht werden, nehmen Sie sich unbedingt genug Zeit, um sich über jeden Studiengang, für den Sie sich schließlich bewerben, genau zu informieren, und beginnen Sie damit frühzeitig, nicht erst während der Bewerbungsfrist!

Informationen und Beratung

Empfehlenswert und verlässlich sind außer unserer Berlin-Brandenburger "Studiengangsuche"-Datenbank und unserem regionalen Studienführer "Von der Schule an die Hochschule" vor allem die bundesweite Datenbank „Hochschulkompass“ und das "Studienwahl"-Portal der Bundesagentur für Arbeit (siehe Ausgewählte Links) . Mit Fragen zu Bewerbung und Studium können Sie sich immer zunächst an die Zentrale Studienberatung Ihrer Hochschule wenden; die Adressen finden Sie im Hochschulkompass (siehe Ausgewählte Links). Wenn Sie Detailfragen zu einem Studiengang, haben, die sich nicht aus der Studienordnung beantworten lassen, oder wenn Ihre Hochschule keine allgemeine Studienberatung hat, hilft Ihnen die Studienfachberatung für den jeweiligen Studiengang weiter.

Ausgewählte Links

Studiengangsuche (Datenbank mit regionalem Studienangebot; Koordinationsbüro "Studieren in Berlin und Brandenburg")
Broschüre „Studieren in Berlin und Brandenburg: Von der Schule an die Hochschule“ (Koordinationsbüro "Studieren in Berlin und Brandenburg", PDF, ca. 5 MB)
hochschulkompass.de (bundesweite Datenbank der Hochschulrektorenkonferenz)
studienwahl.de (Bundesagentur für Arbeit und Kultusministerkonferenz)
Studium Kultur (Datenbank des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. Bonn)
abi.de (Bundesagentur für Arbeit)
Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (Universität Duisburg-Essen)