Studienkosten

Da Studiengebühren in Berlin und Brandenburg die Ausnahme sind, halten sich die reinen Studienkosten in der Region in Grenzen. Für Ihren Lebensunterhalt sollten Sie monatliche Ausgaben zwischen 800 und 1000 Euro einplanen.

Ausgaben für das Studium

An den öffentlichen Hochschulen in Berlin und Brandenburg müssen Sie lediglich bei weiterbildenden Masterstudiengängen mit Studiengebühren rechnen. Ansonsten beschränken sich die regelmäßigen Ausgaben für das Studium auf die so genannten Semestergebühren und -beiträge; sie umfassen die Einschreib-/Rückmeldegebühr, den Studentenwerks- und den AStA-Beitrag von insgesamt etwa 110 Euro und die Kosten für das Semesterticket, die derzeit pro Semester je nach Hochschule und Geltungsbereich zwischen ca. 100 und ca. 200 Euro liegen. Für Lernmittel haben die Studierenden im Jahr 2012 bundesweit durchschnittlich 30 Euro im Monat ausgegeben.

Lebenshaltungskosten

Der größte Einzelposten bei den Lebenshaltungskosten ist für alle, die nicht bei den Eltern wohnen, die Miete einschließlich der Nebenkosten (Betriebskosten, Strom, Heizung etc.). Im Jahr 2012 zahlten Studierende in Berlin durchschnittlich 321 Euro für ihre Unterkunft, in Brandenburg 273 Euro; diese Summen dürften zumindest in Berlin inzwischen höher liegen. Am günstigsten ist generell das Wohnen im Studentenwohnheim; hier lagen die Mieten bundesweit im Durchschnitt bei 240 Euro. Kosten für die Ernährung wurden 2012 mit 165 Euro veranschlagt, die Ausgaben für Kleidung mit 52 Euro. Für einen Pkw gaben 34% der Studierenden im Schnitt 117 Euro aus, 63% nutzten öffentliche Verkehrsmittel, was im Monat zu Ausgaben von 41 Euro führte. (Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für das Semesterticket in dem Betrag enthalten sind.) Weitere monatliche Ausgabeposten sind insbesondere Krankenversicherung, Arztkosten und Medikamente (66 Euro), Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren (33 Euro) sowie Freizeit, Kultur und Sport (68 Euro). Aufgrund zahlreicher Variablen ist die Angabe einer monatlichen Gesamtsumme schwierig. So viel lässt sich aber sagen: Mit weniger als 800 Euro im Monat werden Sie vermutlich nicht auskommen.

Vergünstigungen

Die Lebenshaltungskosten fallen bei Studierenden u. a. deshalb besonders niedrig aus, weil der Studierendenausweis bares Geld wert ist: Nicht nur Kino, Theater, Konzert, Museum oder Schwimmbad werden damit häufig billiger, sondern auch der Bezug einer Tageszeitung, das Führen eines Girokontos, Handy-Verträge oder der Kauf eines Notebooks. Bei Auslandsaufenthalten profitieren Sie von Vergünstigungen, wenn Sie einen Internationalen Studierendenausweis vorlegen. BAföG-Bezieher, die nicht bei ihren Eltern wohnen, können sich beim „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ von der Beitragspflicht befreien lassen. Für Berliner Studentinnen mit geringem Einkommen gibt es außerdem die Möglichkeit, bei einem der (überregional zuständigen) Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung in Berlin einen Antrag auf Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel zu stellen. 

Ausgewählte Links

Informationen zum Internationalen Studierendenausweis ISIC (International Student Identity Card - ISIC)
Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht (ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice)
Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung